ACG
Die Johns Hopkins Adjusted Clinicial Groups (ACGs) ordnen persönliche Diagnosekonstellationen, die von Krankenhausaufzeichnungen und ambulanten Rechnungsunterlagen gesammelt werden, in sinnvolle klinische Gruppen ein. Ein besonderer Vorteil von Systemen, die auf Diagnosen basieren ist, dass sie bereits vorhandene Informationen aus den Datenverwaltungssystemen nutzen. Um die unsinnige Verzerrung zu verhindern, die entsteht wenn die Morbidität dem Niveau des Leistungsverbrauchs anstatt dem Bedarf des Patienten zugeordnet wird, sind Angaben über Prozeduren nicht Teil des ACG Systems.
Das ACG System charakterisiert die Morbiditätsbelastung von Personen und – wenn gesammelt – von Bevölkerungen in Bezug darauf, welches Niveau der medizinischen Versorgung nötig wäre, um sie kurzfristig zu versorgen (z. B. innerhalb des nächsten Jahres). In Nordamerika erklären die ACGs den Verbrauch von Ressourcen fünfmal präziser als Alters- und Geschlechtsgruppen alleine.
Weiterführende Literatur
| Autor | Buchtitel | Verlag |
|---|---|---|
| Adjusted Clinical Group | ein Instrument zur Prognose des Ressourcenverbrauchs. Ein bevölkerungsbezogenes Werkzeug der GesundheitsfürsorgeverwaltungChristopher B. Forrest. Karen Kinder. Klaus W. Lemke. Robert J. Reid | 1-2/2004 Gesundheits- und Sozialpolitik www.gebera.de/download/acg.pdf |
| Reid RJ, MacWilliam L, Verhulst L et al | Performance of the ACG Case-mix System in Two Canadian Provinces. | Med Care 2001;39(1):86-99. |
