Hausarztmodelle

Als Hausarztmodell wird ein ärztliches Betreuungsmodell bezeichnet, in welchem der Hausarzt die Grundversorgung sicherstellt, den Patienten zum Facharzt bzw. in das Spital weist (Gatekeeping) und das Leistungsgeschehen steuert (Case Management bzw. Disease Management). Beim Hausarztmodell handelt es sich um eine heterogene Modellgruppe mit hoher Variationsbreite. Am liberalen Ende der Skala handelt es sich um lose Ärztevereinigungen, die sich gegenüber dem Versicherer zu einem Gatekeeping verpflichten. Auf der andern Skalenseite gibt es eine Vielzahl von straffer geführten Modellen mit ärztlicher Budgetverantwortung und zahlreichen Obligatorien bzw. Elementen wie beispielsweise:

  • Budgetverantwortung (Bonus-Malus-System bis full capitation)
  • Grad der Gatekeeping-Liberalisierung (Gynäkologie, Pädiatrie)
  • Teilnahme an Disease Management Programmen
  • Nutzung klinischer Guidelines
  • Teilnahme an strukturierten Qualitätszirkeln
  • Qualitätsdokumentation (bis Zertifizierung)
  • gemeinsamer Leistungseinkauf (inkl.PPO)
  • Organisationsform (Generierung eines Selbststeuerungsmechanismus)
  • wissenschaftliche Datenanalyse
  • Prämiendifferenzierung

 

Weiterführende Literatur

Autor Buchtitel Verlag
Forum Managed Care Managed Care-Modelle in der Schweiz im Jahr 2004. Managed Care 2004; 7: 35-39