HMO

Als HMO wird eine Managed Care-Organisation bezeichnet, welche die Bereitstellung und Finanzierung einer umfassenden medizinischen Versorgung übernimmt. Es haben sich folgende Grundtypen durchgesetzt:

  • Staff Model: Ärzte im Angestelltenverhältnis mit fixem Salär, evt. Erfolgsbeteiligung über ein Bonus-Malus-System
  • Group Model: Ärzte sind als Partner Eigentümer einer oder mehrerer Gruppenpraxen, die mit der HMO Behandlungsverträge abschliessen. Vergütung meist über Capitation oder ausgehandelte Einzelleistungsverträge
  • Independent (oder: Individual) Practice Association IPA: Ärzte in eigener Praxis (oder ein Ärzteverbund) schliessen Behandlungsverträge mit der HMO ab.

In der Schweiz wird üblicherweise unter HMO die Praxis selbst und nicht die übergeordnete Managed-Care-Organisation verstanden. Vorherrschend ist hier das Staff Model (SanaCare und SWICA), es gibt seit einigen Jahren aber auch das Group Model und die IPA (MediX, Wintimed, Gesundheitsplan HMO Basel), wobei die Grenzen zwischen diesen beiden Kategorien zunehmend verwischen. Heute gibt es 19 HMO-Praxen und 3 IPA-Netze mit insgesamt etwas über 100'000 Capitation-Versicherten, entsprechend lediglich 1.7 Prozent der gesamten Versichertenzahl.

Weiterführende Literatur

Autor Buchtitel Verlag
Sommer J.H. Health Maintenance Organizations: Erwartungen und Erfahrungen in den USA. Beitrag des Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrums der Universität Basel. 1992: Band 12
Forum Managed Care Managed Care-Modelle in der Schweiz im Jahr 2004. Managed Care 2004; 7: 35-39