Integrierte Versorgung

Integrierte Versorgung heisst, dass Gesunderhaltung und Prävention, Behandlung und Betreuung, Nachsorge und Rehabilitation zu einem einheitlichen Ganzen verknüpft sind. Im englischen Sprachraum werden „Integrierte Versorgung“ und „Managed Care“ häufig als Synonyme verwendet. Integration selbst ist ein Prozess, in dem einzelne Elemente (Tätigkeiten, Rollen, Gruppen, Organisationen) sowohl in horizontaler (arbeitsteiliger, funktionsspezialisierter) als auch vertikaler (hierarchischer) Hinsicht verknüpft werden. Während traditionelle Versorgungssysteme durch einen hohen Selbstorganisationsgrad der einzelnen Akteure charakterisiert sind, zeichnen sich integrierte Versorgungssysteme durch höheren Vernetzungsgrad und bessere Steuerbarkeit aus.

Integrierte Versorgung will Einzelleistungen, welche von einzelnen Fachpersonen oder Institutionen angeboten werden, zu Paketen bündeln. Damit werden Leistungen koordiniert, Doppelspurigkeiten abgebaut, Behandlungs- und Betreuungsabläufe transparenter und steuerbarer sowie neue Preisgestaltungen möglich. Von einer Leistungsbündelung profitieren nicht nur Finanzierer und Regulierer, sondern auch Individuen und Patienten. Denn der Nutzen von Leistungspaketen ist für Patienten klarer wahrnehmbar als jener von Einzelleistungen.

Weiterführende Literatur

Autor Buchtitel Verlag
Berchtold P, Michel-Alder E. Die Umarmung des Hippokrates – Systemintegration im Gesundheitswesen. EMH – Schweizer Ärzteverlag AG, Basel 2003