PPO
Unter PPO wird eine Partnerschaft von verschiedenen selbständigen Leistungserbringern (Ärzten, Spitälern, Labors etc.) verstanden, welche ihre Versorgungsleistungen zu festgelegten ökonomischen und qualitativen Konditionen an Versicherer, Arbeitgeber oder HMOs anbieten. Die PPO selbst übt im Gegensatz zu den Einkäufern der PPO-Leistungen keine Versicherungsfunktion aus. Für den PPO-Versicherten werden starke finanzielle Anreize gesetzt, damit er im Krankheitsfall nur PPO-Leistungserbringer aufsucht, Kosten für die Inanspruchnahme von Leistungserbringern ausserhalb des PPO-Netzes werden nur teilweise vergütet.
In den USA ist die PPO nach der HMO die wichtigste und häufigste MCO (Managed Care Organization). In der Schweiz hat sich dieses Prinzip noch nicht verbreitet etabliert, wenn auch die meisten Ärztenetze Elemente eines PPO im engeren Sinn praktizieren. Im weiteren Sinn gehören dazu auch Ärztelisten der Versicherer oder der HMO-Betreiber, die vorwiegend nach ökonomischen Gesichtspunkten zusammengestellt werden. Teilweise finden heute auch qualitative Aspekte der Versorgung und der Kooperation Berücksichtigung.
Weiterführende Literatur
| Autor | Buchtitel | Verlag |
|---|---|---|
| Fairfield G, Hunter DJ, Mechanic D, Flemming R. | Managed Care: origins, principles, and evolution. | BMJ 1997; 314: 1823 |
