Informed Choice
In einem zunehmend komplexen Gesundheitssystem soll der Patient die klinischen Empfehlungen nicht mehr nur verstehen («informed consent»), sondern eine adäquate Wahl zu einer angemessenen Lösung erhalten («informed choice»). Zu richtigen Wahl braucht er Unterstützung. Der Arzt muss neue Fähigkeiten entwickeln, mit Ziel- und Interessenskonflikten umzugehen und auch die Kosten in die Überlegungen einzubeziehen. Der Patient behält die Wahl, er entscheidet. Der Arzt fördert die Selbsthilfe und zeigt Möglichkeiten auf. Arzt und Patient orientieren sich an Betreuungsqualität, Rechenschaft und an Guidelines
Der Einbezug der Patienten in die Entscheidungsfindung erhöht die Legitimität, Akzeptanz und die soziale Verträglichkeit medizinischer Massnahmen. Durch dieses «Patientenempowerment» werden Patienten nicht nur zu Ko-Produzenten ihrer Gesundheit, sondern zu erfahrenen Experten – auch in Qualitätsfragen. Entsprechende Instrumente zur systematischen Messung und Förderung patientenorientierter Qualität, Funktionalität und Lebensqualität, sowie der Erfüllung von Grundbedürfnissen gewinnen daher zunehmend an Bedeutung
| Autor | Buchtitel | Verlag |
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| Von Korff M, Gruman J, Schaefer J, Curry SJ, Wagner EH. | Collaborative management of chronic illness. | Ann Intern Med 1997;127:1097–102. |
