Informed Consent

Zustimmung und Einwilligung eines ausreichend aufgeklärten Patienten (resp. seiner Vertreter) in Bezug auf eine medizinische Untersuchung, Behandlung und Betreuung oder die Teilnahme an einer klinischen Studie (Einwilligung resp. Ablehnung). Diese setzt neben Urteilsfähigkeit und Freiwilligkeit, die Aufklärung über die Diagnose, die Prognose sowie Behandlungsoptionen, die empfohlene Behandlung und deren Chancen und Risiken voraus und schliesst das Bemühen um ein ausreichendes Verstehen des Patienten mit ein. Allgemein gilt, dass die Aufklärung bei schwerwiegenden medizinischen Eingriffen detaillierter erfolgen muss. Dem Patienten muss genügend Zeit für die Entscheidfindung eingeräumt werden und er ist über die Möglichkeit des Widerrufs seiner Zustimmung zu informieren.

Das Recht der Patienten, über ihre gesundheitliche Versorgung Entscheidungen zu treffen, ist einer der zentralen Begriffe der heutigen ärztliche Ethik und ist weltweit in gesetzlichen und ethischen Aussagen verankert.

Ärzte müssen den Patienten alle Informationen zur Verfügung stellen, die diese für ihre Entscheidungsfindung brauchen. Dazu gehört die Erläuterung komplexer medizinischer Diagnosen, Prognosen und Behandlungsschemata in einfacher Sprache, um sicherzustellen, dass die Patienten die Behandlungsoptionen mit all ihren Vorteilen und Nachteilen verstehen, die Beantwortung eventueller Fragen und das Verstehen der von dem Patienten jeweils getroffenen Entscheidungen sowie nach Möglichkeit der dafür geltenden Gründe.

Weiterführende Literatur

Autor Buchtitel Verlag
Williams, John R. Handbuch der ärztlichen Ethik ISBN 92-990028-0-0