Audit

Audit kann mehrere Bedeutungen haben: Bestandsaufnahme, Hinterfragung, Revision oder - im medizinischen Sinne - klinische Bilanz. Nach DIN-Norm lautet die Definition des Qualitätsaudit: Beurteilung der Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems oder seiner Elemente. Prinzipiell werden drei Audit-Arten unterschieden:

  • Systemaudits stellen ab auf eine Zertifizierung des Qualitätssicherungssystems, zumeist durch externe Organisationen oder Behörden.
  • Verfahrensaudits untersuchen Arbeitsabläufe (Fertigung, Dienstleistungen) auf Sicherheit, Qualitätsfähigkeit und Zulässigkeit der Methoden, Mitarbeiter oder Mittel für den Arbeitsvorgang.
  • Produkt- oder Ergebnisaudits zielen ab auf stichprobenartige Untersuchungen auf Übereinstimmung mit den vorgegebenen Standards oder Normen. Hieraus lassen sich Qualitätstrends ablesen.

Von zentralem Interesse ist für die Medizin sicherlich das kombinierte Verfahrens- Ergebnis-Audit (medizinisches Audit), welches im amerikanischen und englischen Gesundheitssystem einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Dabei werden von einer Gruppe von Fachärzten (peer group) anhand von Krankengeschichten Diagnosen und Therapien überprüft, die Liegezeiten kontrolliert, der Medikamentenverbrauch überprüft, die Länge der gegebenen Medikation usw. gemäß eines Ablaufplanes gecheckt.

Audits zählen zu den erprobtesten modernen Qualitätssicherungsmethoden in der Medizin, sie werden seit über 20 Jahren mit Erfolg in den USA durchgeführt und stellen dort eine Bereicherung im Hinblick auf die Sicherung der Ausbildungs- und Verfahrensqualität dar.